[Rezension] Regenbogenzeit - Julia K. Stein

Mai 01, 2017

Infos.

Autor/in: Julia K. Stein 
Preis: 3,99 €
Seiten: 247
Originaltitel: /
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 von 2

Klappentext.

Maisfelder bis zum Horizont und kein Hochhaus weit und breit. Ihre Ferien mitten im Nirgendwo Deutschlands zu verbringen, hätte die 17-jährige Leda unter normalen Umständen niemals in Erwägung gezogen. Doch genau hier ist ihre Mutter vor einem Jahr ums Leben gekommen und Leda ahnt, dass sich hinter der Idylle ein düsteres Geheimnis verbirgt. Erst als sie dem jungen Amerikaner Silas über den Weg läuft, bekommt der Ort einen Hauch flirrender Romantik. Aber auch der attraktive Silas trägt ein Geheimnis mit sich und zwar ein nicht weniger dunkles als Leda... 


Meine Meinung.

Regenbogenzeit ist ein Roman, der bei Impress veröffentlicht wurde, was heißt, dass das eBook mit 3,99€ sehr erschwinglich ist. Ein Preis, bei dem man sich immerhin nicht ärgern muss ein Buch gekauft zu haben, sollte es einem nicht gefallen. Ich bin ehrlich gesagt nur aufgrund des Coverwechsels auf die Bücher aufmerksam geworden und weil ich der Autorin auf Instagram folge, ansonsten hätte mich der Titel irgendwie nicht so sehr angesprochen, zumal er nicht wirklich etwas über das Buch verrät und was einen erwartet. Nachdem ich dann allerdings den Klappentext gelesen habe, hatte ich mich durchaus auf Regenbogenzeit gefreut, denn die Thematik klang durchaus spannend und das ist die Grundidee an sich auch - für mich hat es nur leider an ein paar Stellen hier und da gehapert und das hat es mir leider nicht erlaubt das Buch so richtig genießen zu können. 
Aber ich fange erstmal mit den positiven Dingen an: 
Das Setting, das die Autorin sich ausgesucht hat, ruft eine tolle Stimmung hervor, was ein großer Pluspunkt des Buches war. Zwar hätte ich mir die Schlachtfabrik fast noch blutiger gewünscht, aber das ist wahrscheinlich Ansichtssache. Die Szenen im Dorf gefielen mir größtenteils recht gut, die die allerdings dann in… puh, war es Berlin? Ich habe das Buch vor ein paar Wochen gelesen und weiß schon nicht mehr genau wo die Hälfte des Buches spielt, das sagt glaube ich genug… jedenfalls hat mir der Part eher weniger gefallen, was auch daran lag, dass ich einen der später auftauchenden Charaktere absolut nicht leiden konnte. 
Aber zurück an den Anfang: Mit Leda wird uns eine starke Protagonistin präsentiert, die sehr hartnäckig ist und sich durch nichts und niemanden von ihrem Vorhaben abringen lässt. Das alles hat mir sehr gut an Leda gefallen und alles in allem war es zumindest nicht unangenehm aus ihrer Sicht zu lesen - bis Silas aufgetaucht ist. Das war es nämlich auch leider schon fast, was mir positives an Regenbogenzeit aufgefallen ist. 
Sobald der männliche Protagonist auf der Bildfläche aufgetaucht ist, hat Leda sich total verändert und kam aus dem Schwärmen gefühlt nicht mehr raus. Das ging mir nach kurzer Zeit auf den Keks und auch, dass das zwischen Leda und Silas ein typischer Fall von Instalove ist, hat mir alles andere als gut gefallen. Die beiden scheinen von Anfang an irgendeine Verbindung zu haben, sonst würden sie nicht so viel Zeit miteinander verbringen, aber das wieso wird mir leider nicht klar. Besonders schade fand ich, dass das Buch eigentlich von der Handlung darauf ausgelegt zu sein schien den Tod von Ledas Mutter aufzuklären, aber bestimmt fünfzig Prozent des Buches sind reine Lovestory und das hat mich irgendwann einfach genervt, zumal man dauernd darauf gestoßen wird, dass Leda und Silas einander so viel bedeuten etc., aber es passiert einfach nichts zwischen den beiden. Bis ganz zum Ende musste man warten und zwischendrin gab es einen Haufen Drama, den man aus meiner Sicht auch hätte streichen können. 
Während der zweiten Hälfte des Buches, die in Berlin (?) spielt, taucht außerdem Ledas alte Mitbewohnerin und Freundin Joanna auf, die mir so dermaßen auf die Eierstöcke ging mit ihrem Verhalten, das sich zwischendurch zwar minimal bessert, aber auch nicht wirklich. Warum Leda überhaupt mit ihr befreundet ist, war mir absolut schleierhaft. 
Worauf das ganze am Ende hinausläuft war für mich leider auch ziemlich schnell klar, weshalb nicht mal der gewollte Überraschungseffekt das Buch herumreißen konnte. Zum Schluss war ich irgendwie einfach nur noch froh, dass es vorbei war und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht mehr zu dem zweiten Band greifen werde, aber ich denke ich werde der Autorin noch eine Chance geben, ihr Buch Winterzauber in New York steht nach wie vor auf meiner Wunschliste.

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