[Film-Rezension] Fifty Shades of Grey

by - Februar 22, 2015

Worum es in diesem Film geht dürfte glaube ich jedem bekannt sein, nichtsdestotrotz fasse ich noch einmal kurz zusammen:

Extrem naive Literaturstudentin verliebt sich in unglaublich reichen CEO, mit großem und bösem Geheimnis. Bla bla bla.

Nein, im Ernst, wir wissen worum es geht.
Die Handlung ist jetzt wirklich nicht sonderlich komplex in dem Buch und das war sie auch nicht Film. Wie denn auch?

Nichtsdestotrotz ist Fifty Shades of Grey eine solide Buchverfilmung. 

Was nicht heißt, dass der Film gut ist. Aber nach meinem Empfinden hat die Umsetzung vom Buch zum Film ziemlich gut geklappt, gerade was die Charaktere anging.

Besonders Dakota Johnson hat die Rolle von Anastasia finde ich wirklich gut verkörpert. Die meiste Zeit hat sie nur mit großen blauen Augen in die Kamera gestarrt, oder sich auf die Lippe gebissen, oder nervös gelacht. Aber hey, genauso war der Charakter im Buch ja auch, von daher kann man hier finde ich nichts auszusetzen haben. Anastasia Steele ist nun einmal nicht die hellste Birne und sie stellt einen Haufen dummer Fragen, ist allgemein einfach ziemlich naiv und... einfältig.
Den Charakter an sich mochte ich also wie gesagt nicht, finde aber, dass er echt gut umgesetzt wurde.

Bei Jamie Dornan bin ich mir nicht so ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Er hat die Rolle des Christian Grey finde ich nicht schlecht verkörpert, war aber auch nicht das, was man sich beim Lesen vorgestellt hat, wenn man mich fragt. Dennoch hatte er es echt drauf einfach nur böse in die Kamera zu gucken. Viel mehr tut er auch nicht. Allerdings guckt er auch nur böse, wirklich so rüberkommen tut er nicht. Soll mir aber recht sein.

An der Handlung lässt sich wie gesagt auch viel rummäkeln, aber was soll man bei so einer Buchvorlage auch machen? Deswegen lasse ich mich dazu einfach mal nicht aus, diese Rezension würde sonst vermutlich den Rahmen an Wörtern sprengen...

Also kommen wir mal zu etwas positivem, das mir gerade am Anfang echt gut gefallen hat: Die Kameraführung.
Man hat viele Details gesehen, es wurde bei den Protagonisten viel Wert auf Mimik gelegt (auch wenn sie jetzt nicht sonderlich viele verschiedene Gesichtsausdrücke vorzuweisen hatten...) und so weiter und so sofort.

Das war es aber auch erst einmal an positiven Sachen, die ich über den Film sagen könnte.
Dafür gibt es noch zwei Dinge, die mich massiv gestört haben.
Zum einen hatte man das Gefühl, dass immer nur Szene für Szene für Szene für Szene abgespielt wurde, irgendwie war da nicht so richtig ein Zusammenhang da teilweise. So erging es mir zumindest.
Und dann - was mir im wahrsten Sinne des Wortes Kopfschmerzen verursacht hat - war da noch dieser andauernde Lichtwechsel. Es ist dunkel, dann ist es nächster Tag und hell, dann ist es wieder dunkel, dann ist es wieder hell. Das ging gar nicht. Wenn das mal passiert wäre, in Ordnung, aber dieser Hell-Dunkel-Wechsel kam wirklich häufig vor und hat irgendwann echt genervt.

Insgesamt gefiel mir der Film als Buchverfilmung an sich gut, gerade weil gewisse Szenen rausgeschnitten wurden - war aber ja auch ab sechzehn. Als Film an sich hat er viele gewissen Schwächen aufzuweisen, mit denen man aber ohnehin rechnet, wenn man das Buch kennt. Meine geringen Erwartungen hat der Film jedenfalls erfüllt.

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4 Kommentare

  1. hey!
    Dich scheint ja weder Buch och Film besonders umgehauen zu haben, was ich durchaus nachvollziehen kann. Ich konnte Ana im Buch echt überhaupt nicht leiden und habe mich die meiste Zeit nur Fremdgeschämt. Christian fand ich aber im Buch wie im Film super!
    Ja ich muss zu geben besonders viel Handlung hatte das ganze jetzt nicht, aber trotzdem mag ich die Reihe. (was vielleicht daran liegt das der zweite Band bedeutend besser ist)
    Meiner Meinung nach hat Dakota ihre Sache ganz gut gemacht, sodass ich mich nicht die ganze Zeit gefragt habe ob sie wirklich so dumm ist wie sie tut (Was im Buch öfter der Fall war). Kurz gesagt den Film fand ich eigentlich sogar recht gut, das Buch... ging so. ABER der zweite Band ist echt gut! Vielleicht solltest du dir den trotzdem mal ansehen.
    LG Fire

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    1. Christian fand ich weder im Buch noch im Film gut, weil er in meinen Augen a) ein Stalker ist und Ana b) die ganze Zeit behandelt als wäre sie ein Kind. Und wenn er dann davon spricht, dass er sie als seine Sklavin will, dann ist das einzige was ich denken kann "Mädchen, nimm die Beine in die Hand und lauf!"
      Den zweiten Band und auch den dritten habe ich im übrigen gelesen und meiner Meinung nach wurde das ganze von Seite zu Seite tendenziell schlimmer und lachhafter. Den letzten Band hätte ich fast aus dem Fenster geworfen - ich habe auch Rezensionen dazu verfasst, so by the way.

      Liebe Grüße :-)

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  2. Wenn Ana ständig auf der Lippe rumkaut, müsste die doch irgendwann mal kaputtgehen? *grübel* Wie meinst du das mit der Handlung? Warum würde es den Rahmen sprengen? Und... wie haben dir die erotischen Szenen gefallen - die bejubelt und gehasst werden?

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    1. Ich meinte damit eigentlich nur, dass ich mich gefühlt stundenlang über die ganze nicht vorhandene Handlung auslassen könnte und wenn ich Szene für Szene auseinandernehme würde die Rezension einfach viel zu lang werden :D
      Puh... ich fand die Szenen ehrlich gesagt ganz in Ordnung. Also, ich meine, man sieht ja nicht viel, also nicht mehr, als auch bei Fernsehfilmen ab Sechzehn und die Szenen waren der Altersbeschränkung nach denke ich durchaus angemessen.

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