[Rezension] Trial by Fire - Josephine Angelini

Infos.

Autor/in: Josephine Angelini
Seiten: 384
Sprache: Englisch
Originaltitel: /
Reihe: 1 von 3
Wertung: 4 Sterne 

Klappentext.

Love burns. Worlds collide. Magic reins.

This world is trying to kill Lily Proctor. Her life-threating allergies keep her from enjoying many of the experiences that other teenagers take for granted... which is why she is determined to enjoy her first (and perhaps only) high-school party. But Lily's life never goes according to plan, and after a humiliating incident in front of half her graduating class Lily wishes she could just disappear. Suddenly Lily is in a different Salem - on overrun with horrifying creatures and ruled by powerful women called Crucibles. Strongest and cruelest of all the Crucibles is Lillian... Lily's identical other self in this alternative universe. This new version of her world is terrifying sensual, and Lily is soon overwhelmed by new experiences. Lily realizes that what makes her weak at home is exactly what makes her extraordinary in New Salem. It also puts her life in danger. Thrown into a world she doesn't understand, Lily is torn between responsibilities she can't hope to shoulder alone, and a love she never expected. But how can Lily be the savior of this world if she is literally her own worst enemy?


Meine Meinung.

Selbstverständlich habe ich mich als Göttlich-Fan total auf die neue Reihe von Josephine Angelini gefreut, auch wenn ursprünglich nicht geplant war, es auf englisch zu lesen - aber bei den geringen e-book-Preisen konnte ich einfach nicht nein sagen. Und das Geld hat sich gelohnt!
Ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass 'Trial by Fire' (oder 'Everflame - Feuerprobe' auf deutsch) mich genauso begeistern kann, wie die Göttlich-Trilogie. Aber so war es. 
Zugegeben fiel es mir ein wenig schwer in die Geschichte reinzukommen, weil erst einmal recht viel beschrieben wird und man diese Infos zwar alle brauchte, ich mich aber auch ein wenig gelangweilt habe. Recht schnell ging es dann aber richtig los, als Lily in das neue Salem kommt und von da an konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen und war total gefesselt von der Geschichte. 

Erzählt wird das Buch sowohl aus Lily's Sicht, aber es gibt auch ein paar Textpassagen aus der Sicht von Lily's anderem Ich Lillian oder aus deren 'mechanic' Gideon. Zu Anfang war das auch ganz interessant, aber irgendwann fingen diese Ausschnitte an mich ein wenig zu nerven, weil ich einfach nur wissen wollte wie es mit Lily und Co. weitergeht und nicht was bei den anderen so läuft. 
Die Protagonistin war mir total sympathisch. Gleich auf den ersten Seiten bekommt man einen total guten Eindruck von Lily, da man direkt einen ihrer allergischen Anfälle mitbekommt, unter denen sie so leidet. Ich mochte Lily auf jeden Fall recht gerne, weil sie nicht zu sehr Mädchen ist, nicht zu mutig und nicht zu ängstlich und unbedarft. Außerdem ist sie ziemlich schlau was Naturwissenschaften angeht. Sie war einfach eine gute Mischung irgendwie, die man gerne auf ihrer Reise begleitet hat. Dafür bin ich mir immer noch nicht so sicher, was ich von ihrem besten Freund Tristan halten soll. Einerseits ist er immer für sie da, andererseits ist er irgendwie echt ein Arsch. Dafür ist der Tristan in New Salem ein toller Nebencharakter, wenn man ihn erstmal schätzen gelernt hat. So ähnlich ging es mir auch mit Rowan. Ziemlich lange ist er total undurchsichtig und man kann nicht so genau beurteilen, was er von Lily eigentlich hält und warum er einige Dinge tut. Trotzdem mochte ich ihn echt gerne und man hat der Liebesgeschichte zwischen den beiden richtig entgegengefiebert, auch wenn man warten musste. 
Allerdings muss ich auch sagen, dass einige der Charaktere einfach ziemliche Stereotypen sind, die einfach ihre Rollen erfüllen, was nicht heißt, dass ich die Charaktere nicht trotzdem gut ausgearbeitet finde. 

Mit New Salem hat Josephine Angelini eine Welt geschaffen, die unglaublich interessant ist. Diese ganze Sache mit den Hexen etc. hat sie wunderbar beschrieben, man hatte eine richtig gute Vorstellung von der Welt bekommen, in die sie ihre Protagonistin geschickt hat. Und es ist eine ganz andere Welt, als wir sie kennen, was vor allem natürlich an der Magie liegt, aber auch an der Gesellschaftsform dort. Lillian war sozusagen ja die Herrscherin über die Stadt und einfach ein unbeliebter Charakter, den man ja auch nicht mögen soll. Andererseits... am Ende habe ich irgendwie das Gefühl bekommen, dass sie nicht so böse ist, wie sie hingestellt wurde, aber damit kann ich natürlich auch falsch liegen. Auf jeden Fall scheint ihr ein Stück weit etwas an Lily zu liegen, was man andersherum allerdings nicht behaupten kann. 
Die ganze Idee mit den Hexen und der Parallelwelt war mal wieder etwas anderes und es hat wirklich Spaß gemacht die Geschichte zu lesen, was natürlich auch am Schreibstil der Autorin lag, durch den man gut und zügig voran kam. Aber zwischendrin waren auch ein paar Stellen dabei, wo ich mich motivieren musste weiterzulesen, was aber nicht so schlimm war, da 'Trial by Fire' trotzdem mit seinen Charakteren und dem ganzen Setting bestechen kann. Alles in allem kann ich euch 'Trial by Fire' total empfehlen, während ich selbst jetzt dank des fiesen Cliffhangers (wirklich ein mieser Cut!) gespannt auf den zweiten Band warten werde. 

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