[Rezension] This Is Not A Love Story - Holly Bourne

Infos.

Autor/in: Holly Bourne
Seiten: 512
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Soulmates
Reihe: /
Wertung: 4 Sterne 

Klappentext.

An die wahre Liebe oder gar an Seelenverwandschaft hat die 17-jährige Penny nie geglaubt. Bis sie eines Abends bei einem Konzertbesuch auf Noah trifft. Wie ein Magnet fühlt sie sich zu ihm hinzugezogen - und Noah geht es anscheinend nicht anders. Sie spürt die gewaltige Kraft der Gefühle und lässt Noah doch mit dem ihr eigenen Sarkasmus abblitzen. Erst als sie sich ein paar Monate später wiedersehen ist klar: Penny und Noah können nicht voneinander lassen. Doch je näher sie sich kommen, desto gefährlicher scheint ihre Leidenschaft für sie und ihre Umgebung zu sein...ist diese Liebe zu groß für sie?


Meine Meinung.

Also irgendwie habe ich das Gefühl ich stehe mit dem Buch ein wenig auf Kriegsfuß. Einerseits mag ich die Idee die dahintersteckt, das ganze Thema der Story gefällt mir eigentlich sehr gut - aber irgendwie fand ich es teilweise auch wieder unglaublich schlecht umgesetzt.
'This Is Not A Love Story' ist mal wieder ein Buch, das ich denke ich in einem Wort zusammenfassen kann: Kitsch. Oh, und vielleicht noch ein wenig Klischee. Zwei Worte dann eben. Kitsch & Klischee sind aber auch so ziemlich alles was mir dazu einfällt. 
Es beginnt damit, dass die Protagonisten an sich schon wandelnde Klischees sind. Da wäre zum einen natürlich Penny, aus deren Sicht die ganze Geschichte ja erzählt wird. Sie verachtet das Kleinstadtleben und denkt, sie würde sich ja so sehr von all den anderen Mädchen unterscheiden. Außerdem hat sie einen kleinen Knacks weg und muss wöchentlich zum Psychiater wegen Panikanfällen. Zu Beginn mochte ich sie eigentlich noch ganz gerne, weil ihr Sarkasmus da einfach noch ausgeprägter war als später, wo sie einfach nur noch eine kleine verliebte Penny ist, die sich bemüht kein Klischee zu sein und mir auch gerade dadurch unglaublich auf den Keks ging. 
Noah ist nicht unbedingt besser. Umschwärmter Rockstar, Frauenmagnet, bla bla bla. Aber natürlich ist er bei Penny ganz anders, weil sie ja sowas besonderes ist. Die Nebencharaktere entsprechen auch wieder dem Standart, da wäre zum Beispiel Pennys beste Freundin Lizzie, die jeden Klatsch kennt und natürlich auch kein Geheimnis für sich behalten kann. Oder ihre andere Freundin Ruth, die sich an alles ranmacht was nicht bei drei das weite gesucht hat - natürlich auch an Noah, warum auch nicht, ist ja nur der Freund ihrer besten Freundin. Hat man doch alles schonmal irgendwo gelesen, oder nicht?
Die Handlung an sich war...in Ordnung, nicht herausragend, wie ich fand und - wie oben erwähnt - sehr klischeehaft und kitschig. Äußerst kitschig. Die Autorin wurde auch nicht müde ihre Protagonisten erwähnen zu lassen, wie kitschig sie sich doch verhalten. Eigentlich passiert auch bis zum Ende gar nicht großartig was, das Wetter spielt ab und an mal verrückt und man kann sich recht schnell zusammenreimen woran das liegt. Das Ende war auch wieder okay, es wurde selbstverständlich alles aufgelöst und es gab ausnahmsweise mal kein Happy End. Und obwohl ich totaler Happy-End-Verfechter bin, fand ich das gewählte Ende einfach so passend und so gut, dass das fast meine Meinung über das ganze Buch geändert hätte. Aber auch nur fast. 
Denn durch das schöne Ende verschwindet natürlich nicht der Rest. 
Allerdings ist 'This Is Not A Love Story' ein schönes Buch für zwischendurch, bei dem man nicht groß mitdenken muss und das glaube ich ganz gut für so mal zwischendurch ist. 

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