[Rezension] Weil ich Will liebe - Colleen Hoover

Infos.

Autor/in: Colleen Hoover
Seiten: 368
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Point of Retreat
Reihe: 2 von 3
Wertung: 3 Sterne 

Klappentext.

Niemals zuvor war Will so verliebt wie in Layken. Nie zuvor hat er für jemanden solche tiefen Gefühle verspürt. Und ihre Liebe scheint täglich stärker zu werden. Doch dann begeht Will einen fatalen Fehler - und riskiert damit unwissentlich alles, was er und Layken sich gemeinsam aufgebaut haben.

Meine Meinung.

Ich weiß es nicht.
Ich weiß einfach nach wie vor nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Wie bekannt sein dürfte ist "Weil ich Will liebe" die Fortsetzung zu "Weil ich Layken liebe" und ich muss sagen, nachdem Ende des ersten Bandes, habe ich mich auch sehr auf diese gefreut. Genau genommen konnte ich es kaum erwarten, weil ich echt gespannt war, wie es mit Will, Lake und Co. weitergeht. 
Als ich allerdings das erste Mal den Klappentext gelesen habe, hätte ich vor lauter Kitsch schon wieder kotzen können. Jetzt ehrlich, trieft die Beschreibung nicht vor Kitsch und Zucker und Süß? Und mal wieder wurde maßlos übertrieben. Der Klappentext leitet einen wie auch beim ersten Mal meiner Meinung nach in eine völlig falsche Richtung, sodass man sich vorher keine wirkliche Vorstellung von dem Buch machen kann. Nun ja, ist halt so...

Einerseits war es ganz schön die alten Charaktere wiederzuhaben, andererseits fand ich es irgendwie sehr befremdlich aus Will's Sicht zu lesen. Ich weiß nicht so genau weshalb, aber er ist mir immer unsympathischer geworden im Laufe des Buchs, wobei der Anfang am schlimmsten war. Eigentlich war ich nämlich echt gespannt auch mal was aus seiner Sicht zu lesen, aber dann...hm, ja, ich bin mittlerweile mal wieder davon überzeugt, dass es mehr als befremdlich ist aus der Sicht eines Typen zu lesen, zumindest wenn das Buch von einer Frau geschrieben wurde. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, Harry Potter wurde ja auch von einer Frau geschrieben, aber in diesem Genre...schwierig würde ich mal sagen, denn dieses Buch war bei weitem nicht das erste, bei dem mir wieder negativ aufgefallen ist, dass die Gedanken einfach extrem kitschig gehalten wurden. Fast so, als würde der Arme auch nur das denken, was man als Mädchen lesen möchte - nur, dass ich das nicht lesen wollte. Eigentlich hat sich Will vom Charakter her gar nicht so sehr von Layken unterschieden, fand ich, was echt schade fand. Und musste er wirklich alle paar Seiten erwähnen, dass sie wunderschön aussieht? Wie toll sie ist und wie sehr er sie liebt und dass sie auch dann schön ist, wenn sie sich nicht zurechtmacht und bla bla bla...meh. 
Das war auf jeden Fall nicht das was ich erwartet hatte und ich bin ehrlich gesagt auch etwas enttäuscht, da mir Will im ersten Band so gut gefallen hat. 

Zu Layken will ich mal gar nicht so viel sagen, kann ich irgendwie auch gar nicht. Außer, dass sie sich mal wieder sehr kindisch verhalten hat. Es war teilweise schwierig sie zu verstehen, weil man ihre Gedanken halt nicht nachvollziehen konnte. Auch sie war mir zwischendrin etwas unsympathisch geworden, was ich auch hier echt schade fand. 

Welche Charaktere ich allerdings nach wie vor sehr sehr mochte, waren zum einen Eddie und Gavin und zum anderen Kel und Caulder, sowie die neuen wichtigen Nebencharaktere Kiersten und Sherry. Allesamt waren sie mit Abstand meine Lieblinge in diesem Buch, was einem auch schon zu denken geben sollte, denke ich. 
Die Einführung neuer Charaktere war auf jeden Fall gut, da Kiersten so etwas wie eine Miniatur Version von Eddie ist, wie ich fand, welche mein Lieblingscharakter in Band eins war. 

Die Handlung war wie in "Weil ich Layken liebe" sehr von Drama gespickt. Aber sehr sehr. Normalerweise habe ich ja nichts gegen ein wenig Drama, im Gegenteil, aber die Autorin neigte mal wieder dazu zu übertreiben. Sowohl mit ihren Charakteren und deren Aktionen und Reaktionen, als auch mit allen anderen Geschehnissen. Niemandem wird auch nur eine ruhige Minute gegönnt, stattdessen passiert auf den 369 Seiten gefühlt mehr als in jedem Actionfilm. Mich hat das mit der Zeit gewaltig gestört, einfach weil ich gehofft habe, dass sie es dieses Mal etwas realistischer angehen würde - naja, Pustekuchen! 

Dennoch hat das Buch mir für ein paar Stunden eine relativ gute Unterhaltung geboten und ich bin aber auch froh, dass es sich um keine Trilogie handelt, denn noch mehr Drama könnte ich glaube ich nicht ertragen :D

Kommentare

  1. Da möchte ich auch gerne den ersten Teil von lesen, auch wenn dir der zweite ja anscheinend nicht so zugesagt hat!
    Liebst, Emme ♥

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    1. Der erste Teil war wirklich gut, der ist sehr lesenswert :) Nur der zweite...hm, naja, ich habe gerade auch eine extreme "Anti-Kitsch"-Phase, dafür mag ich die Farbe rosa wieder^^

      Liebe Grüße <3

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