Dienstag, 15. April 2014

[Rezension] Losing it. Alles nicht so einfach - Cora Carmack

Infos.

Autor/in: Cora Carmack
Preis: 9,99€
Seiten: 320
Originaltitel: Losing it

Klappentext.

Bliss Edwards hat die Nase voll. Sie ist zweiundzwanzig, steht kurz vor dem Collegeabschluss und hatte - als einzige von all ihren Freundinnen - noch nie Sex. Sie beschließt, das Problem zu beheben, und zwar so schnell und unkompliziert wie möglich - mit einem One-Night-Stand. Doch als es so weit ist, wird von ihrer Nervosität vollkommen überrumpelt. Sie flüchtet und lässt den attraktiven Fremden namens Garrick allein (und nackt) im Bett zurück. Und dann kommt alles noch viel schlimmer! Denn schon am nächsten Tag steht sie Garrick erneut gegenüber: Er ist Bliss' neuer Dozent an der Uni...


Meine Meinung.

Ich bin positiv überrascht - ganz ehrlich.
Nachdem ich "Rush of Love" ja einfach nur lachhaft fand, hatte ich mir irgendwie auch von "Losing it" nicht ganz so viel erwartet, alleine schon aufgrund der Namen der Protagonisten. Die Namen gehen ja mal gar nicht, warum sind manche Autoren nur so darauf aus ihren Charakteren die abgedrehtesten Namen zu geben? Ich verstehe das echt nicht. Aber nun gut, abgesehen von den Namen also...dieses Buch war echt gut.

Die Protagonistin Bliss aus deren Sicht das Buch auch erzählt wird, war mir am Anfang noch nicht so ganz sympathisch, aber nach ein paar Seiten verging das wieder und man konnte sich gut in sie einfühlen. Sie studiert irgendwas mit Theater, ich weiß nicht mehr genau was, auf jeden Fall will sie Schauspielerin oder Inspizientin werden...ich weiß immer noch nicht was letzteres ist, aber ist ja auch egal :D Bliss ist ein richtiger Kontrollfreak und ein bisschen "verkopft", wie  sie einmal beschrieben wird. Es muss immer alles glatt laufen und nach Plan und sich da auf Gefühle einzulassen kommt nicht in Frage für sie. Es war auf jeden Fall sehr amüsant ihren Ängsten und Paranoia beizuwohnen und zu lesen, wie sie von einem Fettnäpfchen ins nächste stolperte. Sie ist einfach herrlich chaotisch und ich musste an einigen Stellen wirklich lachen, weil sie oft auch einfach nur Unsinn redet. 
Bliss' Love Interest war natürlich Garrick, der zum Glück mal kein BadBoy war. Nicht, dass ich was gegen BadBoys hätte (also in Büchern^^) aber manchmal werden die einfach so extrem dargestellt und...nun ja, "Rush of Love" hat vielleicht doch einen etwas zu schlechten Eindruck bei mir hinterlassen. Wobei Rush da ja auch kein BadBoy sondern einfach nur ein Arsch war...aber zurück zu "Losing it": Garrick war auf jeden Fall mal eine nette Abwechslung im Vergleich zu anderen Protagonisten. Es war keine Hass-Liebe sondern mal wieder was nach dem Prinzip Eigentlich-wollen-wir-ja-aber-leider-dürfen-wir-ja-nicht-weil-ich-dein-Dozent-bin. Wobei Garrick das irgendwie reichlich wenig interessiert hat, was mich wiederum gestört hat. Er hat eine "Affäre" mit seiner Schülerin und schert sich nicht einmal im geringsten darum, dass das auch negative Auswirkungen auf ihn und seinen Job haben könnte? Ein bisschen mehr Verantwortungsbewusstsein wäre hier vielleicht nicht schlecht gewesen. Aber ansonsten war er eigentlich ein ganz guter Charakter, über den man sich zumindest nicht allzu sehr aufregen musste, mal abgesehen halt davon, dass er ziemlich verantwortungslos handelt, ohne mal an Konsequenzen zu denken. In dem Fall war Bliss eindeutig die "Erwachsene", die immer versucht die Situation so gut wie möglich zu lösen, ohne, dass jemand zu schaden kommt. 

Die Geschichte an sich war zwar keine große Überraschung und es wurde auf viele Klischees zurückgegriffen, wovon mich eines ziemlich gestört hatte: Dieses ewige ihr bester Freund ist in sie verknallt, doch sie erwidert seine Gefühle nicht und bla bla bla...das hat mich so genervt, weil...keine Ahnung, war halt so :D 
Ansonsten fand ich den Schreibstil angenehm und leicht zu lesen, wie erwartet. Ich weiß selbst nicht so genau, weshalb mir dieses Buch so gut gefiel, aber der Schreibstil hat sicherlich mit reingespielt, weil ich vermutlich einfach auch schlechteres erwartet hatte. 

Zusammengefasst bin ich also wie erwähnt positiv überrascht gewesen, da mir die Protagonistin äußerst sympathisch war und mir der Schreibstil sehr gut gefiel :)

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